von dem weltweit bekannten amerikanischen schriftsteller Philip Roth (75), für den man, wie bei dem inzwischen verstorbenen bestsellerautor John Updike in den letzten jahren immer wieder für den nobelpreis für literatur erwartet hatte, erschien im februar ein neuer roman “Die Empörung”. aus einem bericht von Manfred Papst:

das gefühl für den text:
“Als Schriftsteller kann man zwar nie wissen, ob man gute Arbeit geleistet hat. Aber dass etwas schlecht läuft, bemerkt man immer. Das sterbende Tier bekam ich erst mit der zwölften Fassung in den Griff.”

das eigene werk nicht mehr überarbeiten:
“Ich halte nichts davon, Werke zu überarbeiten, auch wenn viele Kollegen das tun. Meine Bücher sollen als Zeugen ihrer Zeit, als Momentaufnahmen stehenbleiben – mit allen ihren Unvollkommenheiten.”

das biografische durch den fleischwolf geben:
“Wie jeder Schriftsteller schöpfe ich aus der eigenen Anschauung. Aber mir liegt nicht daran, mich selbst darzustellen. Wie ich es sehe stelle ich eher etwas Greifbares her. Oder sagen wir es so: Ich nehme das biografische Material und drehe es durch den Fleischwolf. Vorher ist es rohes Fleisch. Danach ist es ein Hamburger und der wird gebraten.”