Archive für März 2009

Dienstag, 31. März 2009

Hansjörg Schneider: warum krimis schreiben?

“Krimis haben fast immer mit einem Tabubruch zu tun, mit Extremsituationen, damit, dass jemand jemanden ermordet. Das kommt im realen Leben eher selten vor, obwohl diese Möglichkeit in jedem von uns steckt. Denn in Extremsituationen zeigen die Menschen ihren Charakter unverstellt und man kann sie gut beschreiben.”

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Mittwoch, 25. März 2009

Stewart O’Nan: prüfen wie ein text funktioniert

Reinhard Helling hat den schriftsteller, dessen buch Alle, alle lieben dich in Amerika große aufmerksamkeit fand und in Deutschland gerade als übersetzung erschienen ist, befragt: Sie verwenden – wie jetzt auch in Alle, alle lieben dich – gern wechselnde Erzählperspektiven. Kommt Ihnen Ihr früherer Beruf als Flugzeugingenieur dabei zugute? “In gewisser Weise schon. Als Ingenieur [...]

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Mittwoch, 25. März 2009

Wilhelm Genazino: wie ein schriftsteller lebt

Wilhlem Genazino hatte einen lebenswunsch und den hat er sich erfüllt. ein höhepunkt war 2004 der büchnerpreis: “Für mich war der Beruf des Schriftstellers ein Sehnsuchtsberuf. Ich habe nicht klein bei geben können, weil ich die Sehnsucht nicht aufgeben wollte. (…) Ich habe mir das Leben des Schriftstellers als wunderbar und großartig und voller Freiheit [...]

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Montag, 23. März 2009

Verleger Daniel Keel: … du wirst es bereuen

“Was immer du tust, du wirst es bereuen” (Sokrates) war vor kurzem noch ein oft zitiertes motto des verlegers des Diogenes Verlag. Felicitas von Lovenberg fragte ihn: Wenn heute jemand zu Ihnen käme, der einen Verlag gründen will – welchen Rat würden Sie ihm geben? “Ich würde ihm abraten! Wenn ich gewußt hätte, was auf [...]

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Sonntag, 22. März 2009

T.C. Boyle:

Tom Coraghessan Boyle, Professor für englische Literatur des 19. Jahrhunderts an der University of Iowa, hat weltweit eine große fangemeinde. – Christian Seiler hat sein zuletzt erschienenes buch vorgestellt und verrät ein paar regeln, nach denen der schriftsteller beim schreiben vorgeht: Erstens: Du hast nicht länger als drei Sätze Zeit, um dem Leser plausibel zu [...]

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Donnerstag, 19. März 2009

David Albahari: geschichten im fluss halten

der serbische schriftsteller, dessen roman Götz und Meyer und Mutterland auf deutsch erschien, lebt in Canada. “Meiner Ansicht nach sollte ein Schriftsteller Geschichten so erzählen, dass die Dinge im Fluss bleiben. Es verhält sich ja auch in der Realität so: Wir können nicht zurück zu den Ereignissen, wie sie waren. Sie finden nur einmal statt. [...]

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Mittwoch, 18. März 2009

Carlos Ruiz Zafon: ein roman wie eine kathedrale

er ist journalist und drehbuchautor, hat mit einem Jugendroman Der Fürst des Nebels seine entwicklung zum schriftsteller begonnen und weitere jugendromane geschrieben. dann wurde sein roman Der Schatten des Windes ein bestseller und 10 millionen mal verkauft. auch der darauffolgende, Das Spiel des Engels, ist ein erfolg. “Am Anfang meines Schreibens steht immer ein Bild”, [...]

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Dienstag, 17. März 2009

Peter Brook: die stille als notwendigkeit

Peter Brook ist einer der berühmtesten Theaterregisseure, der immer wieder auch experimente sprach-stücke auf die bühne bringt. er arbeitet hauptsächlich in London und Paris, wo er das Théatre des Bouffes du Nord gegründet hat. “Im Grund entsteht Theater zwischen zwei Arten von Stille. Einerseits der bleiernen Stille, die die Stille des Todes ist. Auf der [...]

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Mittwoch, 11. März 2009

John leCarré: ein spion wie du und ich

der berühmteste spionageroman-autor, der früher selbst für den britischen geheimdienst spinonierte, veröffentlicht mit 77 jahren seinen neuen roman “Marionetten” – schauplatz Hamburg – und Thomas David spricht mit ihm darüber im interview “Ist Deutschland in Gefahr, Mister leCaré?”. wie er seine figuren agieren läßt: “Ich versuche, meine Figuren nicht moralisch zu bewerten. Ich bringe sie [...]

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Dienstag, 10. März 2009

Philip Roth: sein material ist rohes fleisch

von dem weltweit bekannten amerikanischen schriftsteller Philip Roth (75), für den man, wie bei dem inzwischen verstorbenen bestsellerautor John Updike in den letzten jahren immer wieder für den nobelpreis für literatur erwartet hatte, erschien im februar ein neuer roman “Die Empörung”. aus einem bericht von Manfred Papst: das gefühl für den text: “Als Schriftsteller kann [...]

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