Di 17 Feb 2009
Orhan Pamuk im interview
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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Susanne Schanda interviewte den türkischen nobelpreisträger für literatur (2006) zum erscheinen seines romans “Das Museum der Unschuld” und fragte ihn:
Hat der Nobelpreis nie ein Gefühl von Unfreiheit bewirkt?”
“Das Einzige, was meine Freiheit einschränkt, sind die Todesdrohungen und die Bodyguards. (…) Ich glaube, dass Leute, die sich über den Nobelpreis beklagen, anmassend und wichtigtuerisch sind. Der Nobelpreis ist eine tolle Sache. Ich bin dankbar, dass ich ihn erhielt.”
“Es ist die Pflicht eines Schriftstellers, seine Figuren zu verstehen, auch wenn diese religiöse Fundamentalisten oder säkulare Militaristen sind.”
Wie wichtig ist die Kindheit für Ihr Schreiben?
“Die Erinnerungen an meine Kindheit sind für mich poetisch. Beim Schreiben von Instanbul merkte ich, dass ich alt werde und die Erinnerungen an mein früheres Istanbul langsam verblassen. Mit dem Schreiben will ich die Erinnerungen vor dem Vergessenwerden bewahren.”