Di 3 Feb 2009
Mario Vargas Llosa: wozu vernichtende kritiken gut sind
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
[2] Kommentare
“Wann immer ich auch nur eine Spur von Eitelkeit zeige, werde ich sofort wieder auf den Boden zurückgeholt – durch vernichtende Kritiken von politischen Gegnern, von Leuten, die neidisch oder nachtragend sind. Immer hat es genug Tadel gegeben. Und das ist gut so. Das verhindert, dass ich mich in eine Statue verwandle. Eitelkeit ist gefährlich für einen Schrifststeller. Sie zerstört seine Prosa, beschädigt seine Phantasie.”
15. Februar 2009 um 22:27
Diese Äußerung sollte in keinem Autorenratgeber fehlen. Eitelkeit ist in jedem Menschen, dem einen mehr, dem anderen weniger. Dem, der sie leugnet, wird sie zum Nachteil.
8. Juli 2009 um 15:17
Ich weiss nicht, sollten Kritiken nicht eher konstruktiv und nicht vernichtend sein?
Natuerlich ist das viel verlangt von ´politischen Gegnern, neidischen und nachtragenden Leuten´ … aber von kompetenten, sachlichen Leuten verspreche ich mir mehr als eine ´vernichtende Kritik´. Mit der eigenen Eitelkeit fertig zu werden ist nicht einfach, ein gutes Mass an Bescheidenheit und auch Selbstkritik ist
m.E. hilfreicher als ein geschüttelt Mass von dieser hier belobigten ´vernichtenden Kritik´….