Archive für Januar 2009

Dienstag, 13. Januar 2009

Max Frisch: autobiografie braucht kleiderschutz

Wolfgang Schneider schreibt in der FAZ über den schweizer schriftsteller und den hintergrund seiner romane: “Seit je waren Frischs Romane autobiografisch veranlagt, nur eben in verhüllter Form. Die epische Erfindung sollte vor unmittelbarer Preisgabe schützen: “Man kann ja nicht nackt durch die Welt gehen.” Woraus sich die berühmte poetologische Maxime des Autors ergibt: “Ich probiere [...]

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Dienstag, 13. Januar 2009

Michael Köhlmeier: wie man eine eigenwillige figur austrickst

“Schreiben ist etwas Magisches. Braucht einer nur eine halbe Seite einer Erzählung zu schreiben, dann weiß er das. Man zeigt diktatorisch in eine Richtung, die Geschichte kümmert sich nicht darum und folgt ihrem eigenen Weg. Wenn man das zulässt, kann es zu einem guten Ende führen. Wenn man sich dagegen sträubt, scheitert man, immer. Natürlich [...]

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Montag, 12. Januar 2009

Martin Mosebach: “…ein Handwerk wie Schuhmachen”

bei der verleihung des Kleist-Preises 2002 hatte Martin Mosebach geäußert, dass er das erzählen beherrschen wollte wie ein handwerk: “Ich wollte das Erzählen lernen, wie man das Schuhmachen lernt.” – das handwerk des schreibens als ergänzung zum talent – eine ideale kombination, wenn noch ein funken genie hinzu kommt.

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Samstag, 10. Januar 2009

Walter Benjamin: ohne “Ich”

“Wenn ich ein besseres Deutsch schreibe als die meisten Schriftsteller meiner Generation, so verdanke ich das zum guten Teil der zwanzigjährigen Beobachtung einer einzigen Regel: Sie lautet: das Wort “ich” nie zu gebrauchen, außer in Briefen.” aus: Berliner Chronik

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