vierzig bücher hat der heute in Jerusalem lebende autor geschrieben, im vorigen jahr wurde Blumen der Finsternis , der neueste, ins deutsche übertragene roman bei Rowohlt veröffentlicht. dem gespräch mit Manfred Papst sind ein paar hinweise über seine arbeit entnommen.

„Die Bibel war meine beste Schule. Sie hat mich gelehrt, sachlich zu sein, einfache Sätze zu bauen, die etwas sagen, aber auch musikalisch klingen. In der Bibel gibt es nur selten Adjektive. Das Äußere der Menschen wird kaum beschrieben. Dennoch stehen sie deutlich vor uns.“

vor dem überarbeiten – die distanz:
„Wenn mir ein Buch noch nahe ist, halte ich jeden Satz für unentbehrlich. Aus der Distanz dagegen sieht das ganz anders aus. Dann kann ich ohne Schmerzen streichen. Das ist der Hauptteil meiner Arbeit.“

eine symbiose:
„In meinen Büchern spielen Erinnerung und Phantasie zusammen, aber Erinnerung ist das Entscheidende. Sie ist die Wurzel von allem. Ohne sie ist der Mensch leer. Phantasie ohne Erinnerung führt ins Beliebige, in die Irre.“