hier die leserfrage von Hans Jürgen Knufinke, Eschborn, in der wöchentlichen kolume des bekannten literaturkritkers M. R.-R. in der FAZ:

„Wo verläuft die Trennlinie zwischen Trivial- und „großer“ Literatur? Gibt es das eine oder andere zuverlössige Indiz? Wer entscheidet das eigentlich?“

„Ein zuverlässiges Indiz, das uns erlaubt, die Trennlinie, von der Sie sprechen, zu erkennen, gibt es sehr wohl: Es ist die Sprache. Nichts unterscheidet den in Süddeutschland und Österreich, glaube ich, doch wohl unterschätzten Novellisten Theodor Storm von den Trivialautoren gegen Ende des 19. Jahrhunderts so eindeutig wie eben sein Stil. Über die Zugehörigkeit bestimmter Autoren oder Werke entscheiden diejenigen, die sich öffentlich über Literatur äußern: die Kritiker, die Literaturwissenschaftlicher, die Literaturhistoriker, die Redakteure.“