Archive für Oktober 2008

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Uros Zupan: “Dichtung beginnt nicht mit dem Urknall…

sondern mit einem Wimmern.” meint der slowenische dichter, dessen lyrik von Fabjan Hafner übersetzt im Hanser Verlag unter dem titel: Immer bleibt das Andere erschien. hier eine kostprobe für die physische darstellunge von dichtung: Eine Glut umgibt die Wörter. Eine unsichtbare Wärme. Wenn ich sie in den Schnee lege, sinken sie zu Boden, legen ihr [...]

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Haruki Murakami: wie er das gift loswird

“Wenn man einen Roman schreibt, also eine Geschichte konzipiert, wird tief im Inneren des menschlichen Wesens eine Art Gift abgesondert, das dann zur Oberfläche steigt.” und darum : “!Ein ungesunder Geist braucht einen gesunden Körper.” und deshalb ist für ihn das gleichgewicht von beiden so wichtig: “Das meiste über mich selbst und das Schreiben von [...]

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Franz Kafka: abmagern für das schreiben

“Als es in meinem Organismus klar geworden war, daß das Schreiben die ergiebigste Richtung meines Wesens sei, drängte sich alles hin und ließ alle Fähigkeiten leer stehn, die sich auf die Freuden des Geschlechts, des Essens, des Trinkens, des philosophischen Nachdenkens, der Musik zu allererst richteten. Ich magerte nach allen diesen Richtungen ab.”

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Yinan Diao über spannung im film

der chinesische regissseur Yinan Diao, dessen film Night Train in diesem jahr in die kinos kam, sorgt für unberechenbares geschehen im film – zugunsten seiner zuschauer: “Ich mag es nicht, wenn eine Geschichte allzu fliessend und geradlinig ist. Wie bei einem gefällten Baum, bei dem die Jahresringe ganz überraschend und unregelmäßig verteilt sind, soll auch [...]

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Montag, 27. Oktober 2008

Thomas Hettche: was geschichten sind

“Geschichten sind die Kolonialwaren der Seele, Tausch- und Schmuggelware der inneren Ferne, Mitbringsel und Konterbande, herbeigeschafft aus den Wüsten unserer Sehnsüchte und über das Meer der Müdigkeit.” aus: Fahrtenbuch 1993-2007, Kiepenheuer & Witsch

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Freitag, 24. Oktober 2008

Uwe Tellkamp – literaturpreise helfen autoren

manche glauben, dass hungern zum handwerk des schreibens und des schriftstellers gehört, dass gerade entbehrungen ihn zu höchstleistung ansport. wie wichtig die materielle unterstützung durch literaturpreise für ihn als schriftsteller ist, erklärt Uwe Tellkampganz offen. denn ein autor kann zwar hungern damit das wort lebt, aber er kann nicht zusehen wie seine familie mithungert. er [...]

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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Martin Walser über die bedeutung des geldes

niemand geniert sich, geld zu verlangen weil alle es brauchen. nur künstlern wie schriftstellern unterstellt man, dass ihr genie arbeiten muss, selbst wenn kein honorar winkt. sie schrieben ohnehin zwanghaft, weil sie nicht anders könnten, nichts anderes tun als ausdenken und schreiben. dem hat der schriftsteller Martin Walser schon vor einiger zeit in einem interview [...]

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Freitag, 17. Oktober 2008

Eva Demski dankt fürs glücklichgemachtwerden durch die Lippizaner, für den Preis der Frankfuter Anthologie und verrät, wie sie ihn nutzen wird

“Ich wollte und will schreiben, um glücklich sein zu können. Natürlich habe ich das nie laut gesagt, nie zugegeben, bis zum heutigen Tag nicht. Auch das Glücklichmachen, wenn der Begriff “Glück” überhaupt benutzbar sein darf, kam für mich erst in zweiter Linie. Dankbarkeit übers Glücklichgemachtwerden allerdings war immer da und wuchs und wächst. Gedichte waren [...]

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Ian Rankin: dialoge bestimmen den beat

John Rebus, inspector in Edinburgh, ist der antiheld seines autors Ian Rankins. er handelt als einzelgänger und braucht alkohol, nikotin und vor allem musik zum überleben. Nick Joyce hat den kriminalschriftsteller Ian Rankin gefragt, welchen einfluss musik für ihn beim schreiben hat: Wenn Sie Ihre Romane schreiben, läuft im Hintergrund immer Musik. Bestimmen die Rhythmen [...]

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Dienstag, 7. Oktober 2008

Frank McCourt: “ich wußte nicht worüber ich schreiben sollte”

“Ich wolte immer Schriftsteller werden, aber ich wußte nicht worüber ich schreiben sollte. Niemand sagte zu mir: Schreib doch über dich selbst, über deine Familie. Ich wollte immer Romane schreiben wie Hemingway oder Evelyn Waugh. Ich wußte nicht, dass man über sich selbst schreiben kann, obwohl ich in der Highschool Schreiben unterrichtet und den Studenten [...]

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