Julia Encke hat Franz Dobler den letzten bayerischen cowboy genannt und empfohlen, dass man ihn unbedingt auf einer literarischen lesung gehört haben sollte: “Seine Lesungen sind rhythmische Performances”, … ( ) bei denen es vorkommen kann, “dass Dobler wiederkehrende Sätze singt, was dann nichts Melodiöses hat, sondern jede Andeutung von Melodie beim Singen schon verzerrt und so zur Pointe wird.” (FAZ)

auf die frage ob es ihn störe wenn man seine romane als “Popliteratur” deklariere antwortete er der journalistin und schriftstellerin:
“Popliteratur ist inzwischen zu einem Synonym für “lockeres” Schreiben geworden. Dabei ging es ursprunglich nicht um Vereinfachung, sondern, im Gegenteil, um Verschärfung. Mit der allgemeinen Vernettisierung der Literatur imd des Begtiebs habe ich sicher nichts zu tun. Jemand, der wie Fauser sagt: “Ich bin kein netter Mensch!” ist mir da lieber.”

wenn es um Franz Doblers inspirationsquellen beim schreiben geht, zitiert der schriftsteller, was andere ihm zu unrecht unterstellen:
“Von mir hieß es immer: Der geht drei Tage durch Stehausschänke, und dann setzt er sich drei Tage hin und schreibt das auf. Was natürlich Quatsch ist, genauso wie die Behauptung, ich schriebe aus dem Bauch heraus. Ich wüßte tatsächlich gerne mal, wie das gehen soll aus dem Bauch heraus zu schreiben, wo Schreiben eine Sache von Sound, Rhythmus und Kalkül ist. Erfahrungen haben bei mir sicher immer eine große Rolle gespielt. Das Interessante am Schreiben aber ist ja, dass da Bechreiben einen von einem selbst wegführt, etwas anderes entsteht.”
von Franz Dobler ist im Antje Kunstmann Verlag gerade der roman “Aufräumen” erschienen.