„Ich habe noch nie jemanden eins zu eins porträtiert, aber ich habe auch noch nie eine Figur frei erfunden.“

“ … Ich bin in einer Atmosphäre des grossen familiären Tratsches aufgewachsen. Da wurde furchtbar viel geredet (…) Das hat sich mir eingeprägt, und es verbindet sich mir vor allem mit weiblichen Stimmen. Am engsten habe ich das bei meiner Mutter erlebt und dabei einen Kontrast gespürt: Wenn ich selbst etwas berichtete, flossen die Worte einfach so dahin, aber wenn sie mit ihrer genuinen Kraft erzählte, dann blühte alles auf. Ungewöhnlich früh habe ich mich gefragt: Wie macht sie das? Und ich habe versucht, sie nachzuahmen, obwohl sie im Mündlichen bis ins hohe Alter uneinholbar blieb. So bin ich aufs Schreiben ausgewichen, auf kleine Geschichten, mit denen ich vor allem meinen Vater zu beeindrucken versuchte.“

„Schreiben ist wohl, ausser der Botanik, meine einzige Begabung. Zudem war es eine Art Notwehr gegen eine als sehr anders empfundenen Gesellschaft. Und es war eine Möglichkeit, die eigene Welt durchzusetzen.“