Fr 16 Mai 2008
wie die irische schriftstellerin Claire Keegan einen störer bestrafte
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
1 Kommentar
Jochen Schimmang, schreibt in seiner rezension über den erzählband Durch die blauen Felder von Claire Keegan (Steidl Verlag) und die entstehung der geschichte Ein langer und schmerzvoller Tod:
“Die Autorin selbst, so dürfen wir vermuten, tritt in der Geschichte “Ein langer und schmerzvoller Tod” in Erscheinung, in der sich eine Schriftstellerin ‘am Vorabend ihres neununddreißigsten Geburtstags’ (Claire Keegan ist 1968 geboren) auf die zwei Wochen einsamer Arbeit im ehemaligen irischen Haus Heinrich Bölls freut. Dann belästigt sie jedoch schon am ersten Tag ein deutscher Literaturprofessor, der ständig beteuert, sie mit seinem Besuch und seinem Geschwätz nicht bei der Arbeit stören zu wollen. Erst als dieser gegangen ist, gewinnt der Besuch Bedeutung für die Autorin: Sie verwandelt ihn in eine Figur. Die ganze Nacht arbeitet sie an ihrem neuen Projekt: “Gerade hatte sie ihm einen Namen gegeben und Krebs verpaßt und arbeitete sich jetzt durch seine Krankheit. Während sie arbeitete ging die Sonne auf. Es war schön, so dazuseitzen, einen kranken Mann zu beschreiben und die aufgehende Sonne zu spüren.”
26. Juni 2009 um 04:23
Das kann inspierend sein so viele andere große und kleine Ereignisse.