Mi 12 Mrz 2008
Ken Follet: “Lust muss sein”
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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viele rezensionen, viele lesereisen hat Ken Follet zur zeit beim launching seines neuen 1296 seiten romans Die Tore der Welt vor sich. es gibt kaum eine literaturbeilage, in der sein roman nicht besprochen wird. Holger Kreitling hat den erfolgsschriftsteller für die Literarische Welt interviewt und ihm neben anderen auch für autoren interessante “elementarfragen” zur ausstattung seiner romanhelden gestellt:
Muss ein Buch dieser Länge so viele Frauen voller Lust und mit großen Brüsten haben?
Sicherlich benötigt ein Buch eine Liebesgeschichte, die erst am Ende geklärt wird. Die Romanze sollte demnach ein Frustpotential haben. Wenn das Paar verheiratet ist und nichts dem Glück im Weg steht, ist es vorbei. Lust muss sein. Sex ist eines der Themen, das das menschliche Leben bewegt. Sehr nützlich für einen Romanantor: Lust bringt Spannung und Kraft. Große Brüste sind aber definitiv nicht nötig, kleine sind genauso gut.
Wenden sich Ihre starken Heldinnen an Frauen oder Männer?
Beide mögen starke Frauen. Zum ersten Mal entwarf ich so eine Heldin in Die Nadel. Ursprünglich sollte ihr Mann der Held sein. Für mich war das gut so: Die Szenen, in denen sie den Spion entdeckt, waren viel interessanter. Es machte mehr Spaß, eine Frau diese Dinge tun zu lassen. Es war literarisch erfolgreich und kommerziell, weil auch Frauen das Buch kauften.
Und aus beiden Gründen machten Sie weiter damit?
Man schreibt doch immer über die Art von Frauen, die man mag. Ich entwerfe starke Heldinnen, weil sie mich interessieren. In diese Frauen verliebe ich mich.