… heißt es, würde immer mehr an interesse bei den lesern gewinnen. diese schreibart des gemischten doppels von erfundenem und authentischem sei schon dabei, den fiktiven roman zu verdrängen.
die französische schriftstellerin Christine Angot (Inzest, Die Stadt verlassen, Warum Brasilien?) zum beispiel, wird die königin der autofiktion genannt. sie schont in ihren büchern weder ihre freunde noch familie. vermutlich hat sie die folgende erkenntnis ebenfalls durch eigene erfahrung gewonnen:

„Die wahre Leidenschaft der Leser sind die Henker, das Geld, die Macht, die Gewalt.“

die autoren aber, die sich beim schreiben und der auswahl ihrer themen von Christine Angots überzeugen lassen wollten, müßten über eine ganze menge sehr übler eigener erfahrungen verfügen, um ihre leser zu befriedigen.