der schweizer schriftsteller Hansjörg Schneider kommt gut ohne die requisiten des modernen schriftstellerlebens aus. nicht einmal einen fernseher besitzt er, keinen pc und kein mobilphone. dafür hat er mehr zeit als viele von uns. um seine kriminal- und unterhaltungsromane wie den Krimi Hunkeler und der Fall Livius (Ammann Verlag)zu schreiben. und er erlebt die umsetzung von idee in text noch als physische (hand)arbeit:

„Von Hand zu schreiben, ist der direkteste Weg vom Hirn aufs Papier. Müsste ich lernen, mit dem Computer zu arbeiten, würde mich das zu sehr ablenken. Ich schreibe alles in Hefte; das finde ich noch schön. Dann schreibe ich das Ganze mit der Schreibmaschine ab, prüfe, korrigiere, kürze. Die Hefte haben noch einen anderen Vorteil: Die stecke ich in den Kittelsack, und wenn mir etwas in den Sinn kommt, kann ich es gelich aufschreiben – auch unterwegs.“ (…) „Ich hoffe, ich kann scheriben, bis ich sterbe. Schreiben ist etwas Wunderbares.“
aus einem interview mit Martin Zimmerli
das Schweizer Literaturarchiv wird dem schriftsteller sicher dankbar sein für seine handschriften.