von der schweizer schriftstellerin Elisabeth Binder, erschien in diesem jahr ihr neuer roman Orfeo bei Klett-Cotta.  im Interview mit Urs Heinz Aerni beantwortet sie die Frage nach ihrem Schreibstil:

” (…) Wie findet man zu einer sprachlichen Form, die sowohl der eigenen Empfindung als auch dem jeweiligen Stoff entspricht?  – Da spielt sicher immer viel verschiedenes mit hinein: Lese-, Schreib- und Lebenserfahrung. Das Temperament. Die Umgebung, in der man sich bewegt, die Gesellschaft, die Landschaft und die Weltanschauung im weitesten Sinne. Auch die Kunstanschauung. Aber im entscheidenden Moment ist es nie ein vorgegebener Stil. sondern immer die konkrete Arbeit am Text, das heißt, an der Gestaltung eines Stoffes, der Welt, die man herstellt, als Analogon der Realität oder als Gegenwelt, welche die entsprechende Sprachform verlangt. Und: Der Rhythmus ist wichtig, die Sprachmelodie, die musikalische Dynamik und Dimension der Sprache.”