Mi 24 Okt 2007
auf eine frage Mr. Ian McEwan …
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
1 Kommentar
der britische schrifststeller, dessen hochgelobtes buch Die Abbitte verfilmt wurde, ist zur zeit mit seinem neuen werk Der Strand auf lesereise. in einem interview mit Wiebke Hüster antwortete er auf die frage, was er anderen schriftstellern raten würde:
“Sie sollten keine Angst haben, über Freuden genau so zu schreiben wie über Schmerzen. Es ist schwieriger, aber es geht. Das war meine Aufgabe bei Saturday: Würde ich über Glück genauso schreiben können wie über den Zustand der Welt nach dem 11. September oder der Invasion im Irak? Ist es möglich, darüber zu schreiben, dass ein bestimmter Wein wundervoll schmeckt, was für ein Vergnügen es ist, für seine Familie zu kochen, wie sehr ein Mann seine Frau liebt? Dinge, die fast nach Blasphemie klingen.So etwas schreibt man ja nicht, nur Pessimismus wird ernst genommen, gilt als intellektuell. Man muß ehrlich und wahrhaftig bleiben gegenüber allen Dingen. “
24. Oktober 2007 um 21:22
Ehrlich und wahrhaftig zu sein, das sind große Worte. Aber wenn es einen Weg dahin gibt, dann besteht er sicher darin, das kleine alltägliche Glück wahrzunehmen. Wer es dann noch schafft, darüber gut zu schreiben, gehört sich zu den besten Schreiberlingen.