sie tauschte ihren familiennamen Donnadieu und wurde zu Marguerite Duras. in hohem alter sprach sie von sich nur noch in der dritten person – wie es der jugendliche Christian Kracht seit etlichen jahren tut,  allerdings ohne den hintergrund der lebens- und schreibfülle von Marguerite Duras .

das buch, Der Liebhaber,  ist sicher das bei lesern bekannteste werk der französischen schriftstellerin. es wurde auch unter diesem titel verfilmt und als DVD produziert. der film ist ein meisterwerk und beschreibt weitgehend autobiografisch das verhältnis eines sehr jungen mädchens zu einem reichen chinesen.  dennoch hat sie einmal geäußert: “ … Ich schreibe nicht, um meine Geschichte zu erzählen. Das Schreiben hat mir weggenommen, was mir noch vom Leben blieb, hat mich entleert, und ich kann nicht nmehr auseinander halten, was ich über mein Leben geschrieben habe und was ich wirklich erlebt habe, was wahr ist.“

anfang oktober erscheint im Suhrkamp Verlag ein band ihrer „Hefte aus Kriegszeiten“ ins deutsche übersetzt.  es sind sehr persönliche texte, bruchstückhaft teilweise, im entwurfstadium, berichte und erzählungen, die sie während der jahre von 1943 – 1949 in schulhefte schrieb.