Do 20 Sep 2007
Martin Walser: Zu spät die Verträge genauer angeschaut
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
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im gespräch mit Rainer Hank und Georg Meck am 9. September in der FAZ wird viel über die existenzgrundlage des schriftstellers, das geld, gesprochen. für Martin Walser ist es “die einzige Möglichkeit, unabhängig zu werden”. trotzdem läßt er sich beim schreiben nicht von gedanken an auflagen und leser beeinflussen:
“Man kann sich nicht nach Lesern richten. Die Sprache ist nicht kommandierbar, jedenfalls nicht von mir. Ich bin ihr einigermaßen ausgeliefert. Nichts kann ich tun, um den Leser absichtlich zu gewinnen. Ein Schriftsteller kann nichts dafür tun, daß sich sein Produkt verkauft. Das ist der Unterschied zur Herstellung von Autos. Ich habe mich nie um das Finanzielle gekümmert. Erst als es im Grund zu spät war, habe ich die Verträge genauer angeschaut.”
was lernen wir davon?: verträge genauer anzusehen, zu fragen, wenn man unsicher ist, was gemeint ist und vielleicht mit einem klugen dritten darüber zu reden, zum beispiel mit schriftstellerverbänden wie dem VS in der gewerkschaft ver.di, dem FDA oder dem BVjA.