der japanische schriftsteller Haruki Murakami gehört zu jenen autoren, von denen ich jedes buch lesen m u s s.  in seinem asketischen tagesablauf scheint wenig platz für alltäglichkeiten zu sein.  seinen körper trainiert er wie man eine maschine wartet,  – als instrument, das ausführt, was sein gehirn ihm an literarischen einfällen diktiert:

“Ich stehe jeden Morgen um vier Uhr auf und arbeite in der Regel konzentriert durch bis etwa neun Uhr. Da ich ein Mensch bin, dessen Gehirn morgens am besten funktioniert, ziehe ich diese frühen Stunden vor. Anschließend treibe ich Sport, lese und höre dabei Musik. Nachmittags arbeite ich dann häufig an Übersetzungen (…) Ich laufe etwa zehn Kilometer oder schwimme 1500 Meter im Becken. Oder beides. Manchmal fahre ich Rad und verbinde das zu einem Biathlon oder Triathlon. Squash spiele ich auch hin und wieder.

(…) Schreiben ist auch körperliche Arbeit, so empfinde ich das, und Sport dient mir dazu, die für das Schreiben notwendige Ausdauer und Konzentration zu erhalten. Ich bin davon überzeugt, daß man ohne einen gesunden Körper keine Krankheiten schildern kann. Gegen sechs Uhr esse ich zu Abend und gehe noch vor neun zu Bett. Ein Nachtleben habe ich nicht. Das klingt vielleicht nach einem ziemlich asketischen Leben, aber (…) für einen Schriftsteller wie mich ist diese Lebensweise einfach am besten.”