Edmond und Jules de Goncourt korrespondierten viele jahre mit Gustave Flaubert über die entstehung verschiedener literarischer werke, lebensumstände, schriftstellerkollegen und persönliche probleme. in einem tagebucheintrag vom 12. januar 1860 findet sich diese bemerkung über die arbeitsweise von Gustave Flaubert: “Arbeitet zehn Stunden am Tag, aber als großer Zeitverschwender, der sich in Lektüren verliert und dafür jederzeit seine Arbeit links liegen läßt. Kommt erst gegen fünf Uhr nachmittags in Gang, wenn er sich um 12 Uhr mittags daran gesetzt hat; auf einem leeren Blatt kann er nicht schreiben, er muß es erst mit Einfällen bekrtizeln, wie ein Maler, der die ersten Farben anlegt. “(…)

“Er  erzählt uns von seinen Recherchen, seiner Schufterei, seinen Lektüren, Bergen von Notizen, die den Grundstock für einen Entwurf bilden könnten, von der Schwierigkeit der Wortwahl, die ihn zwingt, alle Begriffe zu umschreiben: “Wissen Sie, was mein ganzer Ehrgeiz ist? Ich will, daß ein intelligenter, ehrlicher Mensch sich für vier Stunden mit meinem Buch einschließt, und ich werde ihm eine gehörige Dosis historischen Haschisch verpassen. Das ist alles, was ich will … Schließlich ist die Arbeit immer noch das beste Mittel, das Leben zum Verschwinden zu bringen.” für die arbeit des schreibens können autoren das mit sicherheit bestätigen.