Mi 15 Aug 2007
zwei ratschläge einer bestsellerautorin
Geschrieben von gerhild unter Allgemein
[3] Kommentare
Catherine Coulter ist dauerautorin bei Heyne (u.a. Angst, Denen man nicht vergibt, Wer nie die Wahrheit sagt) und auch schon mal bei Goldmann und Blanvalet. sie schreibt thriller, liebesromane und …. bestseller. hier, was sie anderen autoren rät:
“Schreibe was du selbst gerne lesen würdest und hoffe, daß genügend Leser das auch wollen, damit sie dich auf die Bestsellerlisten katapultieren, dein Verleger mehr Bücher von dir veröffentlichen will und dir genug dafür bezalt, damit du deine Katzen füttern kannst und – nimm dich selbst nicht zu ernst.
Such dir einen guten Literaturagenten, bleib im Geschäft, wenn du das Genre wechselst, halt die Lippen gut verschlossen bis dein Manuskript fertig ist, lache über alle Verrücktheiten und, ja, nimm dich selbst nicht so ernst.”
16. August 2007 um 07:12
Von einer Bestsellerautorin kann man ja auch nichts “Besseres” erwarten…
16. August 2007 um 13:52
… und von jemand, der sich das Pseudonym »Sinn« gibt und sich anscheinend also selbst sehr ernst nimmt, wohl auch nicht.
Da ich selbst in einer ähnlichen Situation bin wie Catherine Coulter, kann ich ihr nur zustimmen. Sie scheint – wenn man das aufgrund dieser wenigen Aussagen erschließen kann – eine sehr vernünftige und nette Person zu sein. Da es das, vor allem in dieser Kombination, selten gibt, ist sie ein gutes Vorbild für Leute, die Schreiben nicht nur als Kunst betrachten, sondern in erster Linie als Handwerk.
Und das sind alle professionellen Schrifteller/innen.
Wir versuchen alle, unser Bestes zu geben und etwas Wertvolles zu schaffen, wertvolle Unterhaltung für unsere Leserinnen und Leser. Und wir freuen uns, wenn möglichst viele Leute dies lesen.
Da sowieso niemand weiß, was Kunst ist, auch wenn viele sich einbilden, »Künster/innen« zu sein, ist es am besten, man liefert ein handwerklich einwandfreies Produkt ab.
Das halte ich für die größte Kunst.
Gruß,
eine Schriftstellerkollegin
17. August 2007 um 16:03
Ist ja schon gut, liebe Schriftstellerkollegin.
Auch ich nehme mich selber nicht allzu ernst, aber es geht ja hier nicht um mich, sondern um die “Ratschläge einer Bestsellerautorin”. Und diese sollten zumindest glaubhaft sein. Aber solch oberflächliche und marktorientierte Aussagen nützen doch wohl niemandem…
Mir genügen sie jedenfalls nicht – oder um es mit Mark Twain zu sagen: “Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe wie zwischen einem Blitz und einer Glühlampe.”
In diesem Sinne,
Sinn