“Ich gebe zu: Ich mag Leichen. Ein guter Mord ist das Salz in der Suppe eines Films. Wenn ein Film, in dem kein Mord passiert, den Leuten nicht gefällt, dann haben sie das Gefühl, ihre Zeit verschwendet zu haben. Sobald aber auf der Leinwand jemand umgebracht wird, sagen sie: Na ja, wenigstens habe ich mich nicht gelangweilt. Diesen Sadismus der Zuschauer mache ich mir gerne zunutze”, gestand der französische filmregisseur Claude Chabrol (Wie man einen Film macht) seinem Interviewer Marco Schmidt.

ein weiteres geständnis dürfte für autoren interessamt sein. auf die frage, welche verbrechen er selbst schon begangen habe, gab er zu: “Nach dem Krieg habe ich zum Beispiel in Bücher von amerikanischen Schriftstellern gefälschte Widmungen geschrieben: “Mit besten Wünschen, William Faulkner” oder “Für meinen treuen Freund, Ernest Hemingway”. Diese Bücher konnte ich dann für viel Geld verhökern. Das fand ich intelligenter, als im Supermarkt zu klauen. Und ich habe mich nie erwischen lassen.”