hagel_textstele_01small.jpgeinen baum pflanzen, ein haus bauen, ein kind zeugen – und dann ab in die grube. danach haben wir unsere aufgabe, den bestand zu sichern gleich dreifach erfüllt. wir leben dadurch vielleicht ein bißchen weiter – in einem baum, einem haus, einem kind. eigentlich aber ist unser anspruch größer, wir sehnen uns nach ewigkeit, mehr zu hinterlassen als greifbares. Wilhelm Genazino spricht aus, was der motivation aller künstler und ihrer werke zugrunde liegt, was sie zu ihren werken treibt:

“Ich glaube nicht an Seelenwanderung, ich lebe in dem schmerzlich grotesken Verlangen, durch etwas eigenes in der Welt zu sein.”

deshalb wollen wir so gut schreiben wie wir können, um darin zu überleben virtuell, vielleicht auf papier oder vielleicht für eine kleine ewigkeit in stein gehauen. abwegig?

das bild zeigt Manfred Hagel, unseren autor für das buch “die eigene stimme finden”.