es gibt texte, von denen verabschiede ich mich eilig.  ich weiß nicht, was ich davon halten soll.  könnte ganz gut sein, aber habe ich das geschrieben? statt sie zu löschen, speicher’ ich sie – schnell, schnell in den ordner und stürze ich mich auf so profanes wie salat vorbereiten. der text bleibt liegen, bevor ich den mut habe nachzulesen, was ich da aus mir herausgelassen habe. ich erkenne mich nicht darin, ein wechselbalg, fremd, aber vielleicht gar nicht so schlecht?

als Hemingway an Der alte Mann und das Meer arbeitete, hat er sich selbst ermutigt.  in einem brief an Bernard Berenson schrieb er 1954:

“Man gibt sich immer Illusionen hin über das letzte, was man geschrieben hat (…) wir sollten das, von dem wir wissen, daß wir es gut gemacht haben, nicht zu pessimistisch beurteilen, denn wir haben einen Lohn verdient, und der einzige Lohn ist in uns selbst.”